DL001 Hitler war ein Raser 16

Die sagenumwobene erste Folge Distanzlos ist da! Wir sprechen über Tempolimits, Güterverkehr und Reitunfälle.

Hier sind Materialien zum Thema:

Fragen, Anmerkungen, Lob und Kritik bitte in die Kommentare. Wir freuen uns!

16 thoughts on “DL001 Hitler war ein Raser

  1. Reply Micha Nov 27, 2012 23:20

    Interessante Themen, hat mir gefallen. Wobei mit am
    besten gefallen hat: “Ich hab’s einfach weiterlaufen lassen. Ich muss es dann nachher rausschneiden.” …oder nicht;)

    • Reply tobi Nov 28, 2012 01:44

      Schön, dann hört man den Schnitt nicht, der ca. 3 Minuten rausgecuttet hat. :) Ich dachte, ich muss drinlassen, dass die Verbindung abreißt, weil man sonst einen sehr unrunden Schnitt gehabt hätte, Anne verschwindet ja mitten im Satz.

  2. Reply Micha Nov 27, 2012 23:27

    Achso, was ich jetzt vergessen hab: In Deutschland wird definitiv aggressiver gefahren, das merkt man schlagartig, wenn man aus Deutschland raus ist, z.B. Richtung Skandinavien. Selbst in einem Land wie Marrokko ist der Straßenverkehr zwar wesentlich chaotischer, es ist aber mehr ein Miteinander als ein Gegeneinander, wie bei uns.

  3. Reply anne Nov 28, 2012 11:41

    Hab dann auch mal meine Quellen ergänzt, muss noch ein wenig editiert werden, aber so ist die Liste zumindest schonmal komplett. Und jetzt muss ich mir das fertige Werk auch endlich mal anhören!

  4. Reply Mavin Köhler Nov 28, 2012 15:26

    Sorry, auch wenn ihr bestimmt nette Leute sein, muss ich Kritik am Inhalt äußern:

    – Ihr pickt euch einzelne Aspekte heraus, welche ihr entsprechend eurer vorgefertigten Meinung nennt.
    – Vieles mag faktisch richtig sein, aber in keinen Gesamtkontext zu bringen.
    – Beispiel dafür: Beste Geschwindigkeit bei 85 km/h. Das ist völlig richtig, aber eben nur, wenn die Autobahn eine gewisse Auslastung hat. Fahre ich Nachts und die Autobahn ist frei komme ich definitiv besser vorwärts, wenn ich schneller bin. Dazu kommt, dass der Autofahrer meist nicht unbedingt durch seine Geschwindigkeit auffällt, sondern durch total atypisches Fahrverhalten. Immer link. Nicht in den Rückspiegel schauen, wenn man einen LKW überholt etc.
    Wenn ihr Studien zitiert, solltet ihr auch den jeweiligen Kontext nennen. Ihr solltet ohne vorgefertigte Meinung vertreten oder diese ganz klar am Anfang verkünden.

    Bisher konnte ich auch nicht von intelligentem Verkehrsleitsystemen hören. Klar ist ein relativ beruhigter Verkehr während der Rush-Hour besser ein total inhomogener …

  5. Reply Mavin Köhler Nov 28, 2012 15:58

    Zu viele Fakten, Statistiken ohne Zusammenhang und Wiederholungen (z.B. Unfälle bei Autobahnen sind schwerwiegender).

    Wenn man in Köln in der Innenstadt lebt, brauch man wahrscheinlich kein Auto. Aber sobald man in einer Stadt die weniger als 100000 Einwohner hat oder auf dem Land lebt, ist man auf ein Auto angewiesne. Kennt ihr das? Da bringt auch kein Nahverkehr nichts, denn Busse sie mit ein oder zwei Fahrgästen ausgelastet sind, sind wesentlich Umweltunfreundlicher.

    Sorry, eure Argumentation ist mir zu wirr.

    “Keiner achtet darauf, wie schnell man fahren darf.” Aha. Das ist doch quatsch.

    “Bei den Ausländern ist es scheiße” Ähm: Was wollt ihr damit sagen?

    “Drakonische Strafen” Ihr fordert einen autoritäreren Staat?

    “Ich bin ja sonst nicht für Gesetzte, die die Freiheit so einschränken”: Klar, so geht es mir auch. Wenn ich mein Thema durchsetzen möchte, ist das die erste Floskel die ich wähle, um auszudrücken, dass ich ja ach so liberal bin … Sorry. Das macht euch unglaubwürdig.

    “Nur 1/3 der Autofahrer fahren weniger als 130″. Schon mal auf der Autobahn gefahren? Schein nicht so.

    “Die Fakten sind genannt”. Klar doch.

    Auch die Argumentation zum Güterverkehr war nicht sauber. Wenn auch einige nachvollziehbaren Argumentationsketten vorhanden war.

    Achja: Atomstrom macht nicht direkt co2. Bei Unfällen hätte man sich aber alle sparerei sparen können, denn die Umwelt ist kaputt.

  6. Reply tobi Nov 28, 2012 16:31

    Ah. Jemand hat bemerkt, dass wir kein Lexikon sind, sondern uns aus Fakten eine Meinung bilden. Glückwunsch! Die Quellen sind da, bilde dir daraus doch auch mal eine fundierte.

  7. Reply Mavin Köhler Nov 28, 2012 18:18

    Oho, Kritik mag der Herr auch nicht. Wie muss ich dann folgende Passage verstehen: “(…) und Kritik bitte in die Kommentare”?

    Aus Fakten eine Meinung bilden ist die eine Sache. Eine Meinung mit jeweiligen Fakten zu unterlegen ist die andere Sache. Letzterer geht ihr nach. Wäre auch nicht verwerflich, wenn man es klar so verkaufen würde. Was mich noch stört sind die ein oder andere recht unglückliche Aussagen. Wie geschrieben!

    Ihr schafft es leider nur, die Fakten in den Kontext zu stellen wie scheiße doch der motorisierte Individualverkehr ist. Die Argumente machen unter bestimmten Voraussetzungen durchaus Sinn. Ihr vergesst nur die Voraussetzungen zu erwähnen. Dabei übergeht ihr wesentliche Punkte wie beisp. eine intelligente Verkehrsführung, dass die Bahn an machen Stellen massive Nachteile mit sich bringt … etc.

    Nun ja. Da Kritik sowieso nicht willkommen ist, lasse ich es eben bleiben.

    • Reply tobi Nov 28, 2012 18:28

      Doch, wir mögen auch Kritik. Das heißt aber nicht, dass ich jede Kritik für so sinnvoll halte, haarklein auf jeden Punkt einzugehen.
      Und dass unsere Meinung sei, motorisierter Individualverkehr sei scheiße, ist schlicht falsch und lässt sich durch unsere Aussagen auch nicht untermauern.
      Im Übrigen macht der Ton die Musik.

      • Reply Mavin Köhler Nov 28, 2012 19:11

        Naja. Die Antwort bestätigt in meinen Augen deine Kritikfähigkeit. Aber bitte!

        • Reply anne Nov 28, 2012 22:01

          Ach je, hier geht ja einer ab.
          Ich moechte mich mal einfach mal irgendwo zwischen den Fronten platzieren. Wenn unsere Argumentation zu wirr und zusammenhangslos ist halte ich das fuer einen guten Hinweis, an dem wir sicher noch arbeiten werden und beim naechsten Mal drauf achten werden.

          Und natuerlich kann mnan nie alle Fakten nennen. Das ist mir auch klar und mit “alle Fakten sind genannt” meinten wir eher sowas wie “alle Fakten, die uns bekannt sind und wir in diesem Zusammenhang fuer relevant erachteten haben wir genannt.” Ist aber vll ein wenig ausufernd.

          Dass man in der Nacht auf leeren Autobahnen auch schneller als 85 km/h fahren kann ohne den Verkehrsfluss zu behindern erschient mir doch zu trivial, um darauf weiter einzugehen.
          Und das prinzipielle Problem, dass es nunmal nur sehr wenige Argumente gegen ein Tempolimit und fuer einen Langstreckenguetertransport gibt ist – meinen Recherchen nach – leider so. Die CO2-Problematik wird leider immer herunter gespielt und als irgend so ein Umwelt-bla-bla abegtan, aber das ist meiner Meinung nach nicht zulaessig. Und auch wenn nachts die Autobahn leer ist produziert man halt nachts mit 180 km/h genau so viel CO2 wie tagsueber. Ist jetzt vll auch ein wenig trivial, aber anscheinend haben wir den Punkt nicht genug herausgestellt: Wir (und damit meine ich die gesamte Menscheit) haben ein massives CO2 Problem und muessen schleunigst alles daran setzten das halbwegs in den Griff zu kriegen. Denn da teile ich deine Meinung nicht, die Umwelt ist nicht eh kaputt. Geh mal raus. Da gibt es noch so viel, was es zu schuetzen lohnt. Eine solche passive resignierte Einstellung bringt uns mit Sicherheit nicht weiter. Und ja, Atomstrom erzeugt kein CO2, dieser Fakt ist uns wohlbekannt, trotzdem, und auch hier vll etwas zu viel Meinung, sehe ich die Umweltrisiken die damit einhergehen fuer nicht tragbar.

  8. Reply Mülli Nov 28, 2012 21:45

    Ich hatte ja beim Titel erst befürchtet ihr wollt demonstrieren, wie man Godwin’s Law auf Verkehrspolitik anwenden kann 😉
    Aber fands dann doch sehr gelungen. Habt mir auf jeden Fall erfolgreich dabei geholfen, beim Autofahren nicht so viel Lebenszeit zu verschwenden. Wobei ich es ja seeehr lustig fand, dass ausgerechnet bei der Stelle über aggressives Autofahrer ein wild hupender Taxifahrer hinter mir stand, der offenbar der Meinung war, ich sollte doch schonmal rechts abbiegen während der Linksabbieger vor mir noch so in der Kreuzung stand, dass ich nicht abbiegen konnte ohne halb über den Bürgersteig zu fahren, worauf ich irgendwie eher keinen Bock hatte.
    Meine Lieblingsformulierung im aktuellen Podcast war übrigens Annes “da unten” mit Bezug auf Spanien, was aus NZ ja schon eher spaßig ist :-)
    Wenn mit jetzt noch irgendwer erklären könnte, warum zum Kuckkuck mein MP3-Player der festen Überzeugung ist, dass der Podcast 15 Minuten irgendwas lang ist und dann nach ner Viertelstunde anfängt, seeehr merkwürdige Laufzeiten anzuzeigen, wäre ich mit dem Podcast richtig glücklich…

  9. Reply anne Nov 29, 2012 09:45

    Grad mit meinem indischen Mitbewohner gequatscht und festgestellt, dass wir auf sehr hohem Niveau klagen. Nicht nur, dass man sich dort einen Führerschein kaufen kann (ohne Prüfung, für nen kleinen Aufpreis versteht sich), die Prüfung (Fahrstunden braucht man nicht) besteht auch nur daraus zu zeigen, dass man weiß, wie ein Auto prinzipiell funktioniert. Das führt dann z.B. dazu, dass manchen Leute einfach nicht wissen wo das Licht an geht. Deshalb, so meinte er, sei es nachts auf Indiens Strassen sehr gefährlich. Aber am besten fand ich seine Aussage bezüglich Kreisverkehren: “In a roundabout, it just depends on your skill how fast you can escape. No one cares about the others.”

  10. Reply Amelie Nov 29, 2012 19:39

    Glückwunsch zu euere ersten Folge!
    Ich war über die Kommentare hier ein wenig überrascht. Ich muß Mavin Köhler in einem Recht geben: Wie schön wäre es, wenn es mal einen Podcast gäbe, der Themen wertneutral von allen Seiten beleucheten würde. Dieser hätte dann noch allumfassende Quellen und könnte gleich 2 Themen so innerhalb von etwas mehr als einer Stunde so darlegen. *seufts*
    Durch eure Podcastbeschreibung “Wir überbrücken Raum. Persönliches und Gesellschaftliches zwischen 20000 Kilometern.” hätte ich allerdings diese (muß man doch zugeben) zauberhafte Utopie nicht erwartet.
    Ich finde ihr habt eure Meinung sehr authentisch wiedergeben. Und grade weil ihr sowohl den Großstadtverkehr als auch die desolaten ÖpnV Verhältnisse kennt, habt ihr ein breites Spektrum abdecken können. Anderer Meinung darf man sicherlich dennoch sein =).
    Ich freue mich auf die nächste Folge.
    Mr. Ed fragt sich ob Mavin tatsächlich ohne r geschrieben wird.

    • Reply tobi Nov 29, 2012 19:56

      Das Spannende ist ja, dass es keine neutrale Berichterstattung gibt. Selbst professionelle journalistische Beiträge versuchen (wenn überhaupt) nur den Anschein von Neutralität zu erwecken, was ich auch immer etwas unredlich finde. Da es immer Menschen sind, die ihre Quellen wählen, ihre persönliche Geschichte haben und ihre entwickelte Sicht auf die Dinge, kann sich niemand ganz davon frei machen, tendenziös zu berichten.
      Von diesem grundsätzlichen Problem abgesehen, ist unser Anspruch aber auch ein anderer als z.B. der von der Tagesschau oder der FAZ-Redaktion. Wir versuchen die Lage der Dinge mit unserer eigenen Sicht auf eben diese zu verknüpfen. Annes Beispiel mit den SUVs oder auch, dass es innerorts mehr Unfälle gibt als auf Autobahnen, zeigt, dass wir manchmal auch unsere Meinung anpassen oder neu justieren müssen. Bei den in dieser Sendung besprochenen Themen ist es aber tatsächlich so, wie Anne schon schrieb: Die Faktenlage, die uns widersprechen würde, ist sehr sehr dünn. Gegner eines Tempolimits argumentieren leider viel öfter ideologisch als Befürworter, denen genau das immer vorgeworfen wird. An der Stelle kann man vielleicht mal Argumentum ad hominem googlen.
      Durch das Darlegen unserer Quellen (die in dem Fall unabhängige Studien und Statistiken von Bundesbehörden umfassen) hoffen wir, jedem die Möglichkeit zu geben, sich auch mal selbst mit den Dingen zu beschäftigen, ohne immer nur Meinung nachplappern zu müssen, auch nicht unsere Meinung.

  11. Reply Muelli Dez 2, 2012 00:03

    Tada, dank QI grade auf die voellig logische Loesung des ganzen Treibhausgasproblems gestossen: Einfach in Australien genug Kamele erschiessen…
    http://www.livescience.com/14531-methane-camels-killing-climate.html

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